Dum differtur vita, transcurrit.

Sonntag, Oktober 12, 2008

Was für ein Sommer!

Man hätte ja auch mal zwischendurch bloggen können... Hat man aber nicht. ;-) Darum also jetzt - quasi 12 Stunden vor dem Ende der Semesterferien - der hilflose Versuch, alles Wesentliche der letzten 3 Monate zusammenzufassen. Vielleicht halbwegs chronologisch, sonst steigt da ja gar keiner mehr durch... Also los.

Mitte Juli:
Bachelorarbeit abgegeben, dann das Semester ganz entspannt zu Ende gebracht. So schön könnte studieren sein... Man geht zu den Veranstaltungen, die einen interessieren, bereitet sich auf die Sitzungen vor, und am Ende des Semesters ist einfach alles vorbei. Keine Klausuren (naja ok, in Italienisch gab's ja eine, aber die war sowas von einfach...), keine Hausarbeiten, einfach Schluss. Wie früher der Tag, an dem es Sommerferien gab... :-) Natürlich konnte ich nach dem Semester, in dem ich ja die Bibliothek zu meinem zweiten Wohnort ernannt hatte, nicht sofort komplett abschalten, sondern bin zumindest ein paar Tage noch alibihalber im Seminar rumgeschlichen. Aber irgendwann hatte ich dann kapiert, was FERIEN eigentlich sind.

Ende Juli und August:
Someruni des Ev. Studienwerkes. Erst eine Woche in Altenkirchen in einem unglaublich tollen Tagungshaus, danach noch 10 Tage in Villigst. In der ersten Woche war ich im Tagungsbüro-Team. In Kurzform:

Viel zu tun
+ viel Kreativität
+ viel Auto fahren
+ viele nette Leute
+ wenig Schlaf
------------------------
= ganz viel Spaß!!

Die Zeit in Villigst war auch sehr nett, da war ich erst übergangweise noch 2 Tage mit im Büro und hatte dann selbst ein sehr interessantes Seminar über Cuba im Spiegel seines Filmschaffens. Einziges Problem daran: Die Kombionation aus bereits aus Altenkirchen mitgebrachtem Schlafdefizit, den wie üblich kurzen Nächten in Villigst, dem abgedunkelten Fernseh-Raum und den größtenteils spanischen Filmen war nicht optimal. ;-)

Ende August:
Nach Kurzbesuch bei Patentantchen in Köln zurück in Gö. Leute treffen, Wäsche waschen, Koffer packen und wieder weg.

Anfang September:
Eine Woche Malle mit meinen Bio-Mädels und Steffen. Entspannung am Strand, abends Spaß mit Vasen von IKEA, Ausflug nach Palma und Valdemossa... Eine gelungene Belohnungsfahrt für den bestandenen Bachelor.

Mitte September:
Home, sweet home... Nach so viel Urlaub war's auch mal wieder schön, in aller Ruhe in Gö zu sein. Renovierungs-Aktionen bei Benni und bei Raisa, die allgegenwärtige Baustelle bei Steffen, Aufräum-, Umräum- und Putz-Aktion in meinen eigenen 4 Wänden, Ferienproben von Unicante... Langweilig war es nie.

Ende September:
Drei Tage Kurzurlaub mit Steffen in Dresden. Schöne Stadt, viel Kultur...

Anfang Oktober:
Das neue Semester wirft seine Schatten voraus. Vorbesprechung fürs Tutorium, Info für den Master-Studiengang... Das Ferienende rückt unaufhaltsam näher. Morgen geht der Uni-Alltag wieder los!

Fazit:
I've had the time of my life... ;-) Nach drei anstrengenden Studienjahren war's wirklich nötig, mal einen Sommer Abstand von Uni und Co. zu haben und ganz andere Dinge zu sehen.

Ausblick:
Dem Master nähere ich mich mit gemischen Gefühlen. Einerseits graut's mir jetzt schon vor den ganzen Pädagogik- und Psychologie-Veranstaltungen, vor den komplett verplanten Semesterferien, vor definitiv auftretenden organisatorischen Mängeln. Dazu die Gewissheit, dass jetzt alle Prüfungen wichtig sind für den Master-Abschluss und das, was danach kommt. Dann die immer noch ungeklärte Frage, ob ich wirklich in die Schule gehen will, oder ob vielleicht auch andere Wege denkbar sind. Und irgendwo auch ein bisschen die Befürchtung, dass nach drei stressigen Semestern plötzlich meine Studienzeit so gut wie vobei sein wird - nix ist mit "schönste Zeit des Lebens" und so. Kaum Zeit für Dinge, die man machen möchte. Leben nach dem Modulhandbuch. Das kann's nicht sein!
Andererseits freue ich mich aber auch auf manche Sachen: Die Latein-Veranstaltungen zum Beispiel. Latein ist für mich schon lange nicht mehr nur ein Studienfach, sondern eigentlich eher eine Lebenseinstellung. ;-) Außerdem freue ich mich auf mein Tutorium und auf Unicante (natürlich mit dem "noch schöner wäre es ja, wenn..." im Hinterkopf) und meinen Job als Stimmgruppenleiterin im Sopran. Und zuletzt bleibt da auch noch die Idee, nach 3 Master-Semestern Göttingen den Rücken zu kehren und einen Blick in die große weite Welt zu werfen, bevor mit der Master-Arbeit das Studentenleben sein Ende findet. Italien? Australien? Mal sehen.